Fallstudie Nr. 05: Rollendeformation nach sechs Monaten Betrieb
Ein Kunde, der einen Hochtemperatur-Rollenofen betreibt, beobachtete nach etwa sechs Monaten Dauerbetrieb ein allmähliches Durchhängen der Rollen.
Es wurden keine sichtbaren Risse festgestellt, aber die Produktqualität begann sich zu verschlechtern.
Betreiber berichteten:
- Erhöhter Rollenschlag
- Ungleichmäßiger Materialtransport
- Reduzierte Dimensionskonsistenz
Messungen bestätigten messbare Verformungen.
Der Ofen wurde kontinuierlich bei erhöhten Temperaturen betrieben.
Die Rollenspannweite war relativ lang und die Belastung blieb über die Zeit konstant.
Die Analyse deutete auf das Vorliegen einer Kriechverformung hin.
Im Gegensatz zu einem plötzlichen Bruch entwickelt sich das Kriechen allmählich.
Bei hoher Temperatur erlebte die Walze:
- Konstante Biegebelastung
- Langfristige thermische Belastung
- Progressive mikrostrukturelle Belastung
Im Laufe der Zeit führten diese Effekte zu bleibenden Verformungen.
Zu den Empfehlungen gehörten:
- Reduzierung der nicht unterstützten Spannweite
- Optimierung der Lastverteilung
- Upgrade auf leistungsstärkere SSiC-Walzen
Nicht bei allen Fehlern kommt es zu Rissen.
In vielen Durchlauföfen ist die Verformung das erste Anzeichen einer langfristigen strukturellen Verschlechterung.
So erkennen Sie frühe Anzeichen eines Ausfalls einer Siliziumkarbidwalze
Warum Batteriematerialöfen immer breiter werden